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- Iris Haist completed her academic studies in Art History, Archaeology and the Science of Religions at the University of Heidelberg. Her thesis was an iconologic analysis of Iris – messagère des dieux by Auguste Rodin. Her PhD was a monographic study on the late Roman Baroque sculptor, Pietro Bracci, and the sculptures of his time. After working as a curatorial assistant at the Staatsgalerie Shuttgart, she now serv... moreIris Haist completed her academic studies in Art History, Archaeology and the Science of Religions at the University of Heidelberg. Her thesis was an iconologic analysis of Iris – messagère des dieux by Auguste Rodin. Her PhD was a monographic study on the late Roman Baroque sculptor, Pietro Bracci, and the sculptures of his time. After working as a curatorial assistant at the Staatsgalerie Shuttgart, she now serves as the temporary Curator of the Graphic Arts Collection at the Art Collections Chemnitz.edit
Mächtige stillgelegte Schlote, Schmutz, Verfall, verschattete Eingänge, Leitern im Dunkeln, verlassene Fabrikgelände ohne Menschen und ohne Bewegung-aber voller Leben. Das sind die ersten Eindrücke, die man von Erik Sturms frühen... more
Mächtige stillgelegte Schlote, Schmutz, Verfall, verschattete Eingänge, Leitern im Dunkeln, verlassene Fabrikgelände ohne Menschen und ohne Bewegung-aber voller Leben. Das sind die ersten Eindrücke, die man von Erik Sturms frühen Zeichnungen gewinnt-und die sich bei genauerer Betrachtung verstärken. Im Prozess des Zeichnens machte sich Erik Sturm besonders in seinem Frühwerk die Form und den subjektiven Wert bestimmter Motive zu eigen-er nimmt sie durch diese handwerkliche Transformation erst richtig wahr. Aus der Beschäf-tigung mit dem Verteilen von Blei-und Graphitpigmenten auf dem Papier findet er zu seiner Faszination für die Zusammensetzung des Staubes, das materiell existente und doch hauchfeine, mit einem Windhauch weggefegte Material, das gerade in Stuttgart zur Zeit des beinahe einmal monatlich ausgerufenen Feinstaubalarms eine hohe Relevanz hat. Die Genese von den Bleistiftstrichen, bei denen sich kleinste Partikel abspalten und vom Künstler teilweise wegge-pustet werden, hin zur Umkehrung dessen soll hier nachgezeichnet werden. In Sturms Staub-Reliefs wird gerade dieser Mix aus Materialrückständen, wie etwa die Bleipartikel, zum eigentlichen Werkstoff aufgewertet. Am Ende stehen drei große, rein monochrome plastische Flächen-hergestellt aus einer Farbe aus einem selbst hergestellten (Fein-)Staubpigment-, zum ersten Mal in dieser Form ausgestellt im Rahmen der Präsentation Zeit Stadt Wert im Hospitalhof in Stuttgart (Kat. 1).
